Verse aus dem Leben

Besinnung

Ein kleines Lied - ein liebes Wort
hilft dir, oh Mensch, in Seelennot;

es l├Ą├čt vergessen dich den Schmerz,
wenn dir so weh' es ist, um's Herz.

So wirst du wieder Optimist,
sp├╝rst dann, wie sch├Ân das Leben ist.

Du h├Ârst behutsam in dich rein;
wird alles jetzt in Ordnung sein?

Die wenigen Jahre, auf der Erden,
sie sollen nicht zum Alptraum werden.

Genie├če, mach dir frohe Stunden;
la├č' die Gedanken ungebunden.

Mach' deinem Leben eine Wende;
noch eh' du's glaubst, naht dir das Ende!

Helmut Oberhauser / K├Âln

Leiden

Wenn du leidest Seelenqualen,
dir dein Herz ist gar so schwer,
klammerst du dich an den Strohhalm;
doch der Halm, er h├Ąlt nicht mehr.

*
Wenn dein K├Ârper wird geschunden,
wie durch unsichtbare Wunden,
niemand kann die Schmerzen z├Ąhlen;
die, die Tag - und Nacht, dich qu├Ąlen.

*
Wenn man sich dann lustig macht
und du wirst noch ausgelacht,
weil der Schmerz nicht sichtbar ist,
schnell ein Simulant du bist.

*
Wenn man f├╝hlt die Einsamkeit
und verliert den Lebensmut,
 braucht man and┬┤rer Menschen Hilfe,
dann wird alles wieder gut!

Helmut Oberhauser / K├Âln

Jesus

Du bist in die Welt gekommen,
niemand hat dich aufgenommen,
in der Herberge war kein Platz.

*
Sei uns willkommen, in den Herzen,
dich erw├Ąrmen alle Kerzen;
Christen es ist Weihnachtszeit.

*
Frieden m├Âge sein auf Erden;
da├č die Menschen gl├╝cklich werden,
die gebeuget sind im Leid.

*
Lasset uns stet's Demut zeigen,
tief das Haupt vor dir verneigen;
bleib' Hoffnung f├╝r die Ewigkeit.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Der Psychosomat

Oft hat Seelenschmerz, im Leben,
k├Ârperliches Leid gegeben;
weil du hast, in schweren Stunden,
nicht mehr zu dir selbst gefunden.

Du suchtest , in dir, instinktiv
und wurdest dabei depressiv;
glaubtest dich dann allein auf Erden
und mu├čtest damit fertig werden.

Selten hast du dann das Gl├╝ck
und findest selbst zu dir zur├╝ck.
Manchmal kommt es dann, so weit,
da├č du f├╝r dich keine Zeit.

Egal, was immer mag geschehen,
du m├Âchtest vor dir selbst weggehen;
doch man kommt halt nicht sehr weit,
holt dich wieder ein, die Zeit.

Du l├Ą├čt von allem nicht mehr los
und f├╝hlst dich wie ein Trauerklo├č;
was es auch immer gibt, im Leben,
gedanklich h├Ąngst du stets daneben.

Wenn man zu helfen sich nicht wei├č,
so wird es bald ein Teufelskreis;
dann mu├čt du in die Therapie,
die sagen dir dann, was - und wie.

Hast du zu dir zur├╝ckgefunden,
gibt es auch wieder sch├Âne Stunden;
dann kannst du froh ins Leben seh┬┤n
und gl├╝cklich deiner Wege geh┬┤n.

Bald wirst du, auch den schlechten Dingen,
die besten Seiten abgewinnen;
so wird es sich von selbst ergeben,
da├č du erkennst, wie sch├Ân das Leben.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Weihnacht

Weihnacht gnadenreiche Zeit,
in der Christus ist geboren,
ohne ihn wir w├Ąr┬┤n verloren;
der einst Fleisch hat angenommen,
er wird zu uns wiederkommen.
Liebe lehrte er uns schenken,
jeder an den ander┬┤n denken;
der den Weg hat aufgezeigt,
zu des Himmels Seligkeit.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Winter

Winter kalte Jahreszeit,
gib┬┤st der Erd┬┤ein wei├čes Kleid.
*
Eisblumen so wundersch├Ân,
l├Ą├čt auf Fenstern du entsteh┬┤n.
*
Du erlaubst, an manchem Ort,
den lang┬┤ersehnten Wintersport.
*
Auch das Fest, des heil┬┤gen Christ,
fest in dir verankert ist.
*
Du f├╝hr┬┤st uns wie es immer war,
im Januar, in┬┤s neue Jahr.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Tr├Ąumerei

Einst, an einem Sonnentage
hatt' ein M├Ądchen ich geseh'n;
ihre goldenen langen Haare
und ihr Antlitz, wundersch├Ân.

Nicht genannt sei hier ihr Name,
immer mu├č ich mir gesteh'n,
dieses feenhafte Wesen
himmlisch; einfach anzuseh'n.

Mit den zauberhaften Augen,
leuchtend wie zwei Sterne sch├Ân
und den schmalen zarten Lippen
lieblich, einfach angenehm.

K├Ânnt' ich diese Maid einst lieben
wie's begehrt mein Sinn und Herz,
m├Âchte ich vor Freude sterben
und vergessen w├Ąr' der Schmerz.

Leider, Tr├Ąume sind nur Sch├Ąume
und ich bin ein alter Tor;
mache mir, in Liebesdingen,
manchmal selber etwas vor.

Du verzeihst wenn ich getr├Ąumet
hier von dir, in stiller Stunde;
sehne ich mich doch so sehr,
nur nach dir, nach deinem Munde.

Was mein Mund dir nicht kann
sagen spricht, das Herz, in Poesie;
in mir will dein Bild ich tragen,
dich vergessen werd' ich nie'!

Helmut Oberhauser / K├Âln

Zum Hochzeitstag!

Treue habt ihr
euch versprochen;
ich hoff', sie wurde,
nie' gebrochen.

In guten ÔÇô wie in
schlechten Zeiten,
ihr konntet eins sein
und auch streiten.

Im Herzen ward'
ihr stet' s vereint;
habt oft gelacht
und auch geweint.

Doch der Zusam-
menhalt war da;
daraus wurde
ein Ehepaar.
(Elternpaar)

Ihr sollt noch
viele Jahre leben
und eure Liebe
weitergeben.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Lauf des Lebens

Einsam liegt im Morgennebel
eine kleine stille Stadt;
wartet auf den Sonnenaufgang,
wartet auf den neuen Tag.

Leis' verk├╝ndet Vogelzwitschern,
es beginnt die D├Ąmmerung;
etwas regt sich in den H├Ąusern,
ganz vertr├Ąumt, in jenem Ort.

Menschen eilen auf den Stra├čen,
teil's per Fahrzeug, teil's zu Fu├č;
manche sehen nicht den ander'n,
oder sagen: " Gott zum Gru├č"!

Einige geh'n gern zu Diensten,
and're tun's mit Widerwill'n.
Manche wollen laut sich mitteil'n;
etliche verharr'n im Still'n.

So vergeh'n die Tagesstunden
und man kommet m├╝d' nach Haus'.
Einige geh'n noch spazieren;
and're zieh'n die Schuhe aus.

Ja so ist die Hast des Lebens,
bis die Augen fallen zu;
die, die dann dich noch begleiten,
w├╝nschen dir die ewige Ruh'.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Kurg├Ąste

Krank zu werden ist nicht schwer,
gesund zu bleiben, dagegen sehr;
d'rum leisten sich nicht Kranke nur,
sondern auch Gesunde, eine Kur.
Der Kurgast-Gattungen gibt es drei;
ob Mann, ob Frau, s'ist einerlei.

*

Der ersten Gattung geht es schlecht;
sie brauchen, eine Kur, zu Recht.
Die zweite Gattung braucht, die Kur,
als einen zweiten Urlaub nur.
Die dritte Gattung sucht n'en Schatten,
nimmt Urlaub, von dem Ehegatten.

*

Wenn man die Leute n├╝chtern sieht,
erkennt man bald, den Unterschied.

*

Die erste Gattung, geht selten aus,
kurieren ihre Krankheit aus.
Die zweite Gattung, geht kaum allein,
sie kehren oft in Kneipen ein.
Die dritte Gattung, mit dem Schatten,
betr├╝gen ihren Ehegatten.

*

Die Kosten zahlen wir halt alle;
ob recht, ob schlecht, in jedem Falle.
F├╝r viele sind, die Kurbetriebe,
eine falsch verstandene N├Ąchstenliebe.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Kurbetrieb

In Bad Sch├Ânborn, im Kurzentrum,
da steht ein Sanatorium;
es ist ein Kurzentrum zugleich,
behandelt Kranke, ob arm - ob reich.


Nach Sigmund Weil ist es benannt;
dem Personal, nicht unbekannt.
Heidelberg war sein Wirkungskreis;
vom Personal, es jeder wei├č.


Ob Kranke - ob Genesende,
egal wie jung - wie alt sie sind;
sie alle nehmen dankbar an,
was ihnen hier geboten wird.


Nicht alle k├Ânnen geheilet werden,
weil noch nicht so weit die Medizin;
wenn Linderung gegeben wird,
die meisten Kranken dankbar sind.


Der Kurbetrieb, das Personal,
bem├╝hen sich halt ├╝berall;
sie alle plagen sich und schaffen,
um Menschen wieder froh zu machen.


Da wird gebadet und massiert;
geturnt, geschwommen, inhalliert.
Das alles sind sehr gute Taten;
vom Arzt wird man dann noch beraten


Es hat gar manches liebe Wort,
vergessenlassen den Heimatort.
Schon bald hat man sich ├╝berwunden
und einen Anschlu├č schnell gefunden.


So zwischendurch, da wird gewogen;
ob man sich wieder selbst belogen?
Da wird gen├Ârgelt und gequengelt,
weil and're sich mal vorgedr├Ąngelt.


Es wird das Essen eingenommen
nach dem, was jedem zugekommen.
Ob Vollkost, Schonkost, Reduktion,
die flei├čigen H├Ąnde helfen schon.


Die K├╝che und ihr Personal,
sie haben auch so ihre Qual;
es jedem m├Âglichst recht zu machen,
erstellen sie die leckeren Sachen.


Unzufriedene gibt es immer,
in jedem Haus' - in manchem Zimmer.
Wir sind nun einmal nicht daheim,
d'rum sollten wir zufrieden sein.


Auch Handwerker und Reinigung,
halten die Klinik gut in Schwung.
Wenn wir nur etwas Dank empf├Ąnden,
so dankten wir den flei├čigen H├Ąnden.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Zur Eheschlie├čung

(Gebet - Vortrag)

 Segne sie, die du verbunden,
da├č sie fest zusammensteh┬┤n; in
schweren, wie in sch├Ânen Stunden,
gemeinsam alle Wege geh┬┤n.
+
Gott auf deine G├╝te bauen,
in der Liebe, im Vertrauen;
segne diesen Ehebund,
Tag und Nacht, zu jeder Stund'.
+
Du sollst immer sie begleiten,
durch das Leben, die Gezeiten;
zeige stet's den rechten Weg
auch wenn ist, sehr schmal, der Steg.
+
Wenn 'mal schwer es wird, im Leben,
kannst du Trost und Hoffnung geben;
denn in Liebe, ganz allein,
wird dein Segen heilsam sein.

Helmut Oberhauser / K├Âln
 

Zur Eheschlie├čung

( f├╝r den Priester )

Vor dem Schlu├člied!

Gebet

Maria bitt┬┤ am Himmelsthron,
f├╝r  sie, bei Jesus deinem Sohn.
Soll┬┤st dieser Ehe Segen schenken;
in Liebe ihre Herzen lenken.
Sei Mutter stet┬┤s f├╝r alle Zeit,
von nun an, bis in Ewigkeit.
Amen

Mariensegen ( Lied )

Segne du Maria,
segne mich, dein Kind;
 dass ich hier den Frieden,
dort den Himmel find┬┤.
Seg┬┤ne all┬┤mein denken,
segne all┬┤, mein tun;
lass┬┤ in deiner Liebe
Tag und Nacht mich ruh┬┤n.

*

Segne du Maria,
alle die mir lieb;
deinen Muttersegen,
ihnen t├Ąglich gib.
 Deine Mutterh├Ąnde,
breit┬┤ f├╝r alle aus;
segne alle Herzen,
segne dieses Haus.

Zwischenspiel

Solo ÔÇô Gesang

Segne du Maria,
segne dieses Paar;
das in Freud┬┤ und Leiden,
f├╝r einander da.
Segne diese Ehe,
 segne diesen Bund;
 schenke deine Liebe,
bis zur letzten Stund┬┤.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Freundschaften

Freundschaften die sich ergeben
soll ein lebenlang man pflegen.
*
In der Not, du wirst es merken,
Freunde dir den R├╝cken st├Ąrken.
*
Hast du einmal ein Problem,
 Freunde dir zur Seite steh'n.
*
Wenn dich Leid' - und Sorgen plagen,
werden dich die Freunde tragen.
*
Freunde steh'n dir stet's zur Seiten,
in guten - wie in schlechten Zeiten.
*
Wirst du alt, bekommst gebrechen,
mit den Freunden kann'st du rechnen.
*
Freunde lassen dich nicht allein,
so wirst du niemals einsam sein,
*
wenn es dir schlecht geht, das ist wichtig,
erkennst du deine Freunde richtig.
*
Freunde erkennt man in der Not,
sie bleiben treu, bis in den Tod.

Helmut Oberhauser / K├Âln
 

Liebe

Keinen Tag, in diesem Leben,
m├Âchte ich dich jemals missen;

*
der Gedanke, stets an dich,
soll das Leben mir vers├╝├čen.

*
Es ist sch├Ân wenn, man geliebt wird,
diese Liebe nie┬┤ getr├╝bt wird;

*
so ist auch der Sinn des Lebens,
auf der Erden, nicht vergebens.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Lebensw├╝nsche

Sehnsucht nach Vollkommenheit
ist des Menschen streben;
will er doch, den anderen,
stet's sein ├╝berlegen,

*
Einen K├Ârper ohne Makel,
einen wohlgesch├Ąrften Sinn;
logisch denken wahrt vor Schaden,
jeder Tag ein Neubeginn.

*
Die Gesundheit darf nicht fehlen,
dazu noch gen├╝gend Geld,
dann kann man sich alles leisten;
wie es einem halt gef├Ąllt.

+
Alle W├╝nsche sind verg├Ąnglich,
die es auf der Erden gibt,
stet's solltest du daran denken;
am Ende nimmt man garnicht's mit.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Freundschaft

Gesundheit ÔÇô Gl├╝ck, ein langes Leben,
m├Âge dem Freund der Himmel geben.
*
Was im Leben auch mag gescheh┬┤n,
Freunde fest zusammensteh┬┤n.
*
Wenn helfen M├╝hsal auch beschert,
die Freundschaft ist es Freunden wert.
*
Freunde erkennt man in der Not;
sie bleiben treu, bis in den Tod.
*
M├Âge Gott die Freundschaft lenken,
stets immer seine Gnade schenken.
*
Der gute Freund steht dir zur Seiten;
in guten - wie in schlechten Zeiten.
*
Dem Freund w├╝nscht man, in seinem
Leben, Zufriedenheit und Gottes Segen!

Helmut Oberhauser / K├Âln

Erkenntnis

Weine nicht, wenn du im Schmerz;
zeige nie', wie dir's um's Herz.

Trage ein L├Ącheln, im Gesicht,
auch wenn du daran zerbrichst.

Wenn du zeigst, wie es dir geht,
man dich trotzdem nicht versteht;

wirst als Weichling angeseh'n,
Leidenstr├Ąnen sind nicht sch├Ân.

L├Ąufst du nach denen, die du liebst,
deine Achtung du vergibst.

Da hilft kein bitten, keine Rosen, du
bist ein Dummkopf; wirst versto├čen.

La├č' sie ihrer Wege geh'n, denn
 sie woll'n dich nicht versteh'n;

sp├Ąter seh'n sie selber ein,
du warst ehrlich - sie gemein.

Habe Achtung, vor dir selbst,
deine Gef├╝hle la├č┬┤ in Ruh';

so komm' die einen, wenn sie woll'n,
 vielleicht von selber auf dich zu.

Helmut Oberhauser K├Âln

Die liebe Mutter
(zum Muttertag)

Einst trug sie dich unter┬┤m Herzen;
sie gebar dich unter Schmerzen.

Liebe hat sie dir gegeben;
R├╝stzeug, f├╝r das ganze Leben.

In den vielen - vielen Jahren,
Freud┬┤ und Leid┬┤, sie hat┬┤s erfahren.

Oftmals mu├čte sie dich leiten;
in guten, wie in schlechten Zeiten.

Danke ihr, Zeit ihres Lebens;
denn am Grab, da ist┬┤s vergebens.


Was der Poet dir hier will sagen,
spricht sein Herz, in Poesie;

deine Mutter sollst du lieben,
sie vergessen, darfst du nie┬┤.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Erinnerung

Wenn ich hier im K├Ąmmerlein
sitze still in dieser Stunde
und gedenke an die Zeit,
wo wir noch in froher Runde.

Ach wie gl├╝cklich wir gewesen,
so in froher Jugendzeit;
wo sind die Jahre nur geblieben?
Alles ist so weit, so weit!

Ja das Schicksal wollt┬┤ es anders,
die Verbindung durft' nicht sein
und so trennten sich die Wege,
auch die Jugend ging vorbei.

 Wie die Zeit nicht stille steht
und jeder seiner Wege geht,
so hatten wir uns ├╝berwunden
und bald ein neues Gl├╝ck gefunden.

Jetzt sind die Kinder schon soweit,
wie wir es waren, zu jener Zeit;
sie glauben an das gro├če Gl├╝ck
und schauen sp├Ąter selbst zur├╝ck.

Es eilt die Zeit an uns vorbei
und keiner h├Ąlt sie auf;
dann endet bald, so Gott es will,
der kurze Lebenslauf!

Helmut Oberhauser / K├Âln

Der Lenz

Fr├╝hling kommt in saus' und braus';
treibet so den Winter aus.

*
Wiesen werden wieder gr├╝n;
Blumen fangen an zu bl├╝h'n.

*
Menschen zieh'n durch Wald und Flur;
es erwachet die Natur.

*
V├Âgel singen uns zum besten;
Bienen summen, Hummeln - Wespen.

*
Erfreu' dich Mensch an der Natur,
denn du lebest einmal nur!

Helmut Oberhauser / K├Âln
 

Vertrauen

Leg' dein Gl├╝ck in meine H├Ąnde,
willst du dich mir anvertrau'n,
deinen Blick nicht von mir wende;
m├Âcht' dir in die Augen schaun.

Leise zieht die Zeit des Lebens,
wie ein Hauch, an uns vorbei;
lange warten, ist vergebens,
holst sie niemals wieder ein.

Alles l├Ą├čt sich leichter tragen,
in guten ÔÇô wie in schweren Tagen;
wenn im Herzen man vereint,
auch im Schmerz, die Sonne scheint.

Leise zieht die Zeit des Lebens,
wie ein Hauch, an uns vorbei;
lange warten, ist vergebens,
holst sie niemals wieder ein.

Seine Lieb', in diesem Leben,
soll man dem, der's Wert ist geben;
dieser Mensch wird zu dir steh'n,
auch wenn Leid und Not gescheh'n.

Leise zieht die Zeit des Lebens,
wie ein Hauch, an uns vorbei;
lange warten, ist vergebens,
holst sie niemals wieder ein.


Helmut Oberhauser / K├Âln
 

Der Facharzt!

Was der Laie nicht kapiert,
 ein Facharzt, er hat es studiert,
wenn es um die Knochen geht;
ein Orthop├Ąde viel versteht.

Die richtige Diagnose stellen,
wenn die Gelenke dir anschwellen,
auch wenn diese sind verschlissen;
dazu geh├Ârt schon Facharztwissen.

Die vielen Blatt - und R├Âhrenknochen,
wenn davon welche sind gebrochen,
dann wei├č der Facharzt guten Rat;
wie man was zu schienen hat.

Die Sehnen, die Beweglichkeit,
werden oft schmerzhaft mit der Zeit,
dann ist die Physiotherapie bereit;
nach Anweisung, die der Arzt erteilt. 

Der Arzt gibt nicht nur guten Rat,
er schreitet helfend auch zur Tat,
h├Ârt des Patienten Sorgen an;
um zu helfen, wo er helfen kann.

Ein Orthop├Ąde viel versteht,
wenn es um die Gesundheit geht,
auf seinen Rat sollte man h├Âren;
auch daraus ziehen seine Lehren..

Helmut Oberhauser / K├Âln
 

R├╝ckblick

Hast einen Menschen du verloren,
der in diese Welt geboren,
er dir Wert und wichtig war.

Einmal hei├čt es Abschied nehmen,
oft mit Seelenschmerz und Tr├Ąnen,
man kommt sich verlassen vor.

Doch dein Leben, es geht weiter,
musst alles organisieren und
darfst keine Zeit verlieren.

Ist der Abschied dann gekommen,
selbst f├╝hlst du dich wie benommen,
f├Ąllt der Abschied doch so schwer.

Die Erinnerung wird bleiben,
dich begleiten durch dein Leben,
was fr├╝her alles ist gewesen.

Helmut Oberhauser / K├Âln
Ehrenamtlicher Trauerredner
 

Bestatter

Dieser Beruf ist weltbekannt,
Bestatter gibt es in jedem Land;
die letzte Reise vorbereiten, aus
dieser Welt, nach Lebenszeiten.

Den Abschied zu organisieren,
in den Ämtern legalisieren;
mit Sterbeurkunde und
anderen Papieren.

Im Trauergespr├Ąch
alles regulieren;
den Wunsch der
Angeh├Ârigen respektieren.

Sarg oder Urne in der
Trauerhalle schm├╝cken;
mit Blumen, Kr├Ąnzen
und Gestecken.

Zur Ruhest├Ątte
dann begleiten;
den letzten Weg,
 nach Lebenszeiten.

Helmut Oberhauser / K├Âln
Ehrenamtlicher Trauerredner

Heimkehr

Hatte die Heimat ich verlassen,
nach Jahrzehnten kehr' zur├╝ck,
die Vorfreude sie ist mir Gl├╝ck;
wartest auf den Augenblick.

*
Doch das Bild hat sich ver├Ąndert,
dort wo ich als Kind gespielt,
diese Gegend gibt's nicht mehr;
die Erinnerung, sie schmerzt sehr.

*
Die ganze Siedlung abgerissen,
auch die Schule steht nicht mehr,
Menschen die dort fr├╝her wohnten;
die vermisse ich gar sehr.

*
Alte H├Ąuser die ich kannte,
wenig davon sind geblieben,
Menschen die da drinnen lebten;
wo sind alle sie geblieben?

*
Superm├Ąrkte sind entstanden,
wo einst Tante - Emma - L├Ąden,
neue H├Ąuser und auch Stra├čen;
die hat's vorher nicht gegeben.

*
Viele Menschen mir begegnen,
doch ihr Anblick ist halt fremd,
es sind andere Generationen;
die man leider nicht mehr kennt.

*
Heimat du hast dich ver├Ąndert,
hier bin ich nicht mehr zu Haus',
wie ein Fremder ich mich f├╝hle;
ich kenne mich nicht mehr aus.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Deutsche Einheit
1990 - 2020

Vor drei├čig Jahren,
das ist klar, die deutsche
Einheit sie war da.

Wer immer auch die
Verantwortung trug, von
Spaltung hatte man genug.

Alles hatte sich ver├Ąndert,
in dem Denken und dem
Lenken, der Menschen.

Statt freiem Denken
Diktatur, war es in
einem Deutschland nur.

Den Menschen wurde viel
versprochen, doch diese
wurden stets gebrochen.

Das zweite Deutschland
voller Kraft, entwickelte
die Marktwirtschaft.

Der  Wiederaufbau,
das war klar, geschah
auch nicht in einem Jahr.

Wie das System den
Menschen pr├Ągt, die
Denkweise sich anders regt.

Die gleiche Kultur, in Ost
und West, daran hielten
die Menschen fest.

Noch immer muss man
sich ├╝berwinden und
wieder zu einander finden.

Die Denkweise, sie ist
geblieben, doch in den
K├Âpfen sehr verschieden.

Helmut Oberhauser / K├Âln

Geburtstag

Deutsche Einheit!

1990 -2020

Nun bist du 30 Jahre alt,
In dieser Zeit ist viel geschehn,
viele Menschen sind geboren,
viele Menschen mussten gehÔÇśn.

Die Wende sie hat viel ver├Ąndert,
in diesem deutschen Heimatland,
doch manches kam dann anders;
als man es sich ertr├Ąumet hat.

Nun hei├čt es, zu einander
finden, sich L├Ąnder und
Menschen fest verbinden;
nur dann ist einig Vaterland.

Helmut Oberhauser /K├Âln

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